Motorrad fahren
Seit der Erfindung des Motorrads im 19. Jahrhundert erfreut sich das Motorrad immer größerer Beliebtheit. Viele Menschen lieben das Motorrad fahren und einige betreiben das Motorrad fahren als sportliche Herausforderung oder sogar als Beruf. Sieht man im Winter verhältnismäßig wenig Motorradfahrer auf der Straße, steigt die Anzahl der Motorräder in den Monaten März und April sprunghaft an, da das Motorrad fahren bei schönem Wetter natürlich viel mehr Spaß bringt. Zum Motorrad fahren müssen viele Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden, Dinge, die ein Autofahrer nicht berücksichtigen muss.
Das richtige Motorrad
Jeder Anfänger und auch jeder Wiedereinsteiger sollte mit einem kleinen Motorrad beginnen, um langsam einen sicheren Fahrstil zu entwickeln. Ein Motorrad mit 27 PS ist schneller und einfacher kontrollierbar, als eine große Maschine. Außerdem kann der Fahrer die Maschine durch den Einbau eines größeren Motors langsam seinem besseren Fahrstil anpassen. Für jüngere Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren hat der Gesetzgeber schon eine Beschränkung vorgesehen, zu Beginn dürfen nur Motorräder bis maximal 34 PS gefahren werden. Die Hersteller bieten deshalb Motorräder an, bei denen eine Leistungsbeschränkung eingebaut ist, die leicht nach zwei Jahren entfernt werden kann. Außerdem sollte vor dem Kauf eines Motorrads überlegt werden, ob man lieber ein vollverkleidetes Motorrad fahren möchte. Gerade Anfänger haben mit diesen Maschinen mehr Probleme, da die Sicht eingeschränkt ist. Auch sollte vorher überlegt werden, für welche Fahrten das Motorrad gedacht ist. Will der Fahrer damit längere Fahrten mit Gepäck und Beifahrer unternehmen oder möchte er das Motorrad lieber für sportliche Fahrten durch unwegsames Gelände haben. Es gibt auch Fahrer, die jeden Tag zur Arbeit mit dem Motorrad fahren wollen und andere die einen Geschwindigkeitsredkord mit ihrem Motorrad aufstellen möchten. Zusätzlich sollte sich der Fahrer über seine beliebteste Sitzposition beim Motorrad fahren im Klaren sein, ob er lieber aufrecht oder geduckt auf dem Motorrad sitzt.
Die richtige Kleidung
Zusätzlich benötigt der Fahrer zum Motorrad fahren eine spezielle und gute Schutzkleidung. Es gibt keine Airbags und keinen Seitenaufprallschutz wie beim Auto. Eine gute Schutzkleidung ist für eine höhere Sicherheit sehr wichtig und dazu zählen in jedem Fall ein sehr guter Helm mit Visier, eine Motorradjacke und eine Motorradhose sowie die entsprechenden Protektoren, Stiefel und Handschuhe. Auch hier sollte der Motorradfahrer wichtige Kriterien beachten und nicht am falschen Ende sparen. Angeboten wird Motorradkleidung aus Textil und aus Leder. Es ist sicher eine Geschmacksfrage, aber die Kleidung sollte auf jeden Fall gut sitzen und den optimalen Schutz bieten. Die Abriebfestigkeit bei dem Material sollte hoch sein und die Kleidung sollte auch Wasser abweisend sein, denn sie darf sich während der Fahrt nicht mit Wasser voll saugen, das könnte evtl. zur Auskühlung des Körpers führen. Empfehlenswert ist außerdem, dass die Jacke und die Hose durch einen Reißverschluss miteinander verbunden werden können. Außerdem ist eine gute Motorradkleidung bereits ab Werk mit Protektoren ausgestattet. Bei den Protektoren handelt es sich um gehärtete Schutzpolster, die besonders gefährdete Körperpartien zusätzlich schützen und dazu zählen die Ellenbogen, die Schultern, der Rücken, die Hüfte und die Knie. Gute Protektoren sitzen fest und verrutschen nicht, außerdem stören sie nicht bei der Bewegungsfreiheit. Zusätzlich sollte man beim Schuh- oder Stiefelkauf darauf achten, dass die Stiefel mit Schienbeinprotektoren verbunden sind oder welche besitzen, damit das Schienbein geschützt ist. Auch die Handschuhe sollten über Protektoren am Handrücken verfügen und an der Innenseite verstärkt sein und zu guter Letzt sollte jeder beim Motorrad fahren einen Nierengurt tragen.
Das Motorrad richtig pflegen
Ein Motorrad benötigt mehr Pflege als ein Auto. Jeder Motorradfahrer sollte deshalb schon technisches Verständnis besitzen und kleine Dinge am Motorrad selbst reparieren können, wie z. B. das Austauschen der Glühbirnen, denn ein ausgefallenes Rücklicht kann fatale Folgen haben. Motorradfahrer sind im Verkehr schlechter zu erkennen und müssen deswegen immer mit Abblendlicht fahren, damit man sie besser sieht. Eine Inspektion des Motorrads ist zur eigenen Sicherheit unabdingbar. Selbst kann der Motorradfahrer schon beim Putzen, was auf jeden Fall per Hand erfolgen sollte und nicht mit dem Hochdruckreiniger, entdecken, ob noch alle Teile in Ordnung sind. Die Scheinwerfer, das Rücklicht, die Blinker und das Bremslicht sollten regelmäßig überprüft werden und dazu gehören auch die Abdeckungen. Der Motorradfahrer kann die Bereifung prüfen und nachsehen, ob der Bremsschlauch vielleicht porös ist.
Fahrsicherheitstraining und mehrtägige Touren
Zu jedem Saisonbeginn sollten die Motorradfahrer an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen. Es ist bekannt, dass selbst Rennfahrer und Motorradpolizisten regelmäßig an Fahrübungen teilnehmen und bestimmte Bewegungsabläufe trainieren und dazu gehören die Kurventechnik und das richtiges Bremsen in Gefahrensituationen sowie bestimmte Bewegungsabläufe. Mit mehreren Motorradfahrern macht es sogar noch Spaß, wenn man an einem Sicherheitstraining teilnimmt. Besonders schwierig ist das stabile und langsame Motorrad fahren, daran erkennt man, ob es sich um einen guten Motorradfahrer handelt. Deshalb sollte das Langsamfahren bis zu 25 km/h trainiert werden, da es schwieriger ist und der Motorradfahrer schon ab und zu mal langsam fahren muss z. B. in Staus oder in engen Gassen.
Wenn der Motorradfahrer wieder sicher auf seinem Motorrad fahren kann, zieht er bestimmt eine mehrtägige Tour in Erwägung. Beliebt bei den Motorradfahrern sind eine Alpentour, eine Tour durch die Pyrenäen oder sogar eine mehrwöchige Tour zum Nordkap. Vor jeder längeren Fahrt sollte das Motorrad noch einmal gründlich nachgesehen oder zu einer Inspektion gebracht werden. Wer eine längere Tour plant, die über 3000 Kilometer lang ist, sollte eventuell vorher alle Verschleißteile ersetzen, damit er keine unangenehmen Überraschungen erlebt. Vor einer Tour in ein Gebirge sollten speziell die Bremsen genauer untersucht werden. Wenn alles für den Start der Motorradtour in Ordnung ist, wird das Motorrad fahren sicher zum großem Spaß und der Fahrer wird die Freiheit auf seinem Motorrad sowie das Wetter und die Landschaft genießen können und viel Freude haben.
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