Motorradbrillen im Web bestellen


Das Internet macht’s möglich: Schon die einfache Frage, wo man überhaupt eine Motorradbrille bestellen kann, führt geradewegs in ein unüberschaubares Labyrinth von Marken und Anbietern. Damit aus Ihrer Bestellung kein Zeit raubendes Debakel wird, haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt.

Was darf’s denn sein?

Es kann Ihre Suche erheblich verkürzen, wenn Sie schon eine ungefähre Vorstellung davon haben, wie Ihre neue Motorradbrille aussehen soll. Bevorzugen Sie eine futuristische Cyberoptik? Stehen Sie auf stylisches Retro- und Steampunk-Design á la „World of Tomorrow“? Oder lieber etwas Funktionelles, bei dem der Akzent auf Alltagstauglichkeit und grundsolider Verarbeitung liegt? Für jede Vorliebe gibt es Anbieter. Einige davon kennen Sie sicher bereits aus Motorradmagazinen oder Anzeigen. Inzwischen betreibt jeder Hersteller von Motorradbrillen eine eigene Website, auf der Sie sich gründlich über das aktuelle Angebot informieren können – und die unübersichtliche Vielfalt von Webshops und Auktionen verringert sich beträchtlich, wenn Sie gezielt nach Marken und bestimmten Modellen suchen.

Falls Sie noch keine konkrete Vorstellung haben, was für ein Modell Sie haben möchten, geben Sie als Suchwort „Motorradbrille“ in die Suchmaschine Ihrer Wahl ein. Die Trefferliste ist lang – picken Sie sich einige Anbieter heraus und durchstöbern Sie das Angebot, bis Sie ungefähr eingrenzen können, was Sie für eine Motorradbrille bestellen möchten. Wenn Sie zum Beispiel herausfinden, dass Ihnen eine Chopperbrille zusagt, können Sie nun mit dieser Bezeichnung schon etwas gezielter suchen – das gilt natürlich auch für Aviator-Brillen, Goggles, Motocrossbrillen undsoweiter. So engen Sie Ihr Suchfeld ein, bis Sie einige Modelle gefunden haben, die Ihnen gefallen und nach denen Sie punktgenau suchen können.

Welcher Anbieter?

Wenn Sie eine Motorradbrille bestellen, gilt wie bei anderen Produkten: Kaufen Sie nicht unüberlegt und spontan beim ersten besten Anbieter, sondern prüfen Sie genau. Wirkt die Seite seriös? Oder versucht hier jemand offensichtlich, mit unfassbaren Dumpingpreisen den kritischen Verstand des Käufers außer Gefecht zu setzen? Denken Sie daran, dass das Internet auch ein Spielplatz für Markenpiraten und Abzocker ist – ein sensationell billiges Angebot, bei dem Sie während der Kaufabwicklung Ihre Kontonummer und Ihr Geburtsdatum angeben sollen, sollte Ihre Alarmglocken zum Schrillen bringen. Etwas anderes sind natürlich Räumungsverkäufe seriöser Anbieter oder die Abverkäufe von Restposten. Aber welcher Anbieter ist seriös und welcher nicht?

Zumindest fragwürdig sind Anbieter, auf deren Homepage Sie vergeblich nach Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder einem Impressum suchen, die angeblich ausgesuchte Markenware zu offensichtlichen Schleuderpreisen verhökern (siehe oben), keinerlei Angaben zu Rückgaberecht und Händlergarantie machen und über kein Bewertungssystem verfügen. Wer mit unzufriedenen Kunden rechnet, lässt sie natürlich auch nicht zu Wort kommen. Wenn gleich mehrere dieser Merkmale zutreffen, sehen Sie sich lieber woanders um – dort sollten Sie keine Motorradbrille bestellen.

Stoßen Sie hingegen auf eine übersichtlich organisierte Angebotsseite mit Direktzugriff auf AGB und Impressum (inklusive Umsatzsteuer-ID-Nummer und Gerichtsstand), verständlichen Hinweisen zu Rückgabe und Garantiebedingungen und einem funktionierenden Bewertungssystem mit vielen Einträgen, sind Sie wahrscheinlich auf der sicheren Seite. Wenn noch eine umfassende Datenschutzerklärung hinzukommt, in der der Händler zusichert, Ihre persönlichen Daten nicht an Dritte weiterzugeben (zum Beispiel an ein Callcenter mit Lotterieverkauf), um so besser. Vergessen Sie nicht, Preise, Leistungen und Service-Extras zu vergleichen, bevor Sie Ihre Motorradbrille bestellen. Manche Händler bieten ab einem gewissen Bestellwert kostenfreie Lieferung oder Kostenübernahme bei Rücksendung an, während andere für ihren „Support“ nur eine Telefonhotline zum Dracula-Tarif bereitstellen, wo wahrscheinlich ein Endlosband auf Ihre Reklamation wartet.

Registrieren oder nicht?

Bei den allermeisten Online-Bestellungen ist eine vorherige Registrierung erforderlich. Damit schützt sich der Anbieter nicht nur vor Witzbolden und rachsüchtiger Konkurrenz, sondern er bietet seinen Kunden Rechtssicherheit. Mit Ihrem abschließenden Klick gehen Sie nämlich einen rechtsgültigen Kaufvertrag ein – mit allen Rechten und Pflichten. Dazu gehört zum Beispiel Ihr ziemlich umfängliches Rückgaberecht. An einer Registrierung ist also zunächst nichts auszusetzen. Machen Sie bei der Registrierung aber grundsätzlich nur die Angaben, die zur Kaufabwicklung nötig sind! Ihre Kontonummer braucht niemand zu wissen, es sei denn, Sie wünschen ausdrücklich, dass er Kaufpreis und Versandkosten von Ihrem Konto abbucht. Auch Ihre Handy- oder Festnetznummer ist nicht unbedingt etwas, das der Händler wissen muss! Bei Rückfragen oder Problemen kann er ruhig Ihre Mailadresse benutzen, die Sie ohnehin angeben müssen. Achten Sie bei der Registrierung unbedingt auf optionale Felder, die sich per Häkchen aktivieren oder deaktivieren lassen! Sonst haben Sie schnell unwillkommenen Spam abonniert oder Ihre Zustimmung dazu gegeben, bei jeder Gelegenheit mit Telefonmarketing-Aktionen belästigt zu werden. Sie wollen eine Motorradbrille bestellen und kein Newsletter-Dauerkunde werden. Und lesen Sie das Kleingedruckte, so nervtötend es auch sein mag – sonst wissen Sie nicht, welchen Details Sie zugestimmt haben.

Endlich bestellen

Jetzt haben Sie die nervige Registrierung überstanden und können endlich Ihre Motorradbrille bestellen. Achten Sie bei der Bestellabwicklung darauf, ob Ihre Motorradbrille auch lieferbar ist und ob Sie – ganz wichtig – die richtige Stückzahl eingestellt und das richtige Modell gewählt haben. Ist alles in Ordnung, gelangen Sie meistens auf eine Seite, wo Ihnen Ihre Bestellung, Kaufpreis und Porto und der endgültige Rechnungsbetrag samt Mehrwertsteuer angezeigt werden. Drucken Sie sich diese Seite unbedingt aus oder speichern Sie sie auf Ihrem Rechner! Sie stellt Ihre Kopie des Kaufvertrages dar – und die sollten Sie unbedingt parat haben, falls es später Unstimmigkeiten geben sollte. Achten Sie auf die angegebenen Lieferfristen. Ist Ihre Sendung nach Ablauf der Lieferfrist immer noch nicht eingegangen, erkundigen Sie sich schriftlich, wo Ihre Motorradbrille bleibt.

Ihre Sendung ist eingetroffen

Ist alles in Ordnung mit Ihrer Bestellung, herzlichen Glückwunsch. Falls sie Ihnen nicht gefällt, weil sie ganz anders aussieht als auf der Händlerwebsite, müssen Sie trotzdem nicht in den sauren Apfel beißen: Das Fernhandelsgesetz garantiert Ihnen eine Rückgabefrist von vierzehn Tagen, innerhalb derer Sie Ihre im Internet bestellte Ware ohne Angabe von Gründen zurückgeben dürfen. Natürlich darf sie dann nicht beschädigt sein oder massive Gebrauchsspuren aufweisen. Auch alles, was auf „Inbesitznahme“ schließen lässt, ist in der Regel verboten: Das Anbringen von Aufklebern, Bemalen, Initialen einritzen, Verändern der Farbe undsoweiter. Sollten geringe Gebrauchsspuren vorhanden sein, kann der Händler einen Teil des Kaufpreises einbehalten, um die entstandene Wertminderung auszugleichen – eine solche Regelung ist meistens Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Ansonsten gelten die üblichen Garantievorschriften.


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